Weltenschöpfung "Made in Germany"
"Spellforce" - ein Spielehit entsteht: Wir guckten den Entwicklern des Hits aus deutschen Landen über die Schultern.
Schon einmal in Sachen Masse überzeugt "SpellForce". Sechs verschiedene Rassen kann der Spieler im Spiel steuern: Menschen, Zwerge, Elfen, Dunkelelfen, Orks und Trolle. Dazu kommen noch über 30 verschiedene Gegnerrassen: vom feigen Goblin bis hin zu mächtigen Drachen.
Aber "Spellforce" hat auch weit mehr Klasse, als ein irgendein x-beliebiges Rollen- oder Echtzeitstrategiespiel. Denn beispielsweise sorgt das revolutionäre Click'n'Fight-System für furiose Instant-Action, beste Übersicht und dazu völlig neue taktische Raffinessen in der Schlacht.
Games-Urgestein Volker Wertich
Mit Volker Wertich ist eines der Urgesteine der deutschen Spieleentwickler-Szene für den verheißungsvollen Titel verantwortlich. Wertich hat unter anderem den Amiga-Klassiker "Emerald Mine" entwickelt. Außerdem ist er der Erfinder der weltbekannten "Die Siedler"-Reihe und hat obendrein an "Die Siedler" und "Die Siedler III" als Lead-Programmierer mitgearbeitet.
Ein echter Profi also, und entsprechend wurden bei der Entwicklung des auch grafisch imposanten "Spellforce" weder Kosten noch Mühen gescheut.
von der Skizze zur fertigen Welt
In der ersten Entwicklungsphase wurden unzählige Skizzen angefertigt, um die Menschen, Orks, Elfen und sonstigen Kreaturen, welche die Welt von "Spellforce" bevölkern, mit einem möglichst eigenständigen Look auszustatten.
Dominierten anfangs reine Umrissskizzen, fertigte man im weiteren Verlauf der Entwicklung farbige Zeichnungen an, um die Optik der Figuren akribisch weiterzuentwickeln. Anhand dieser Zeichnungen wurden dann die aufwändigen 3D-Modelle der Figuren geschaffen.
A und O: Liebe zum Detail
Die Texturen, mit denen die 3D-Modelle dann "beklebt" wurden, entstanden mit Hilfe der farbigen Zeichnungen. Als letzter Schritt folgte die Programmierung der Figurenanimationen. Langsam schreiten, rennen, angreifen oder Verteidigung: In jeder Situation müssen die Bewegungen der Polygon-Kämpfer absolut stimmig sein.
Zum Abschluss wurden die Figuren in die ebenfalls imposante Welt gesetzt. Und auch jeder andere Aspekt des Spiels wird mit dieser Liebe zum Detail programmiert, wie uns die Entwickler versichern. Schon alleine deswegen gehört "Spellforce - The Order of Dawn" zu den Spielekrachern dieses Winters.
Nachgefragt bei JoWood
Robert Alyazdi, Director Product Management des Publishers JoWood, steht unserer Redaktion Rede und Antwort.
» "Spellforce" bietet eine neuartige Mischung aus Echtzeitstrategie, Rollenspiel und Aufbau-Sim: An wen richtet sich der Titel primär?
"Spellforce" ist noch immer zum Großteil ein Echtzeitstrategiespiel (RTS). Allerdings bietet das Spiel, im Gegensatz zu einem typischen RTS, einen persönlichen Ansatz, da der Spieler als Person vertreten ist und ganz in Rollenspiel-Manier seine Fähigkeiten weiterentwickelt.
» Wie groß ist der jeweilige Anteil der unterschiedlichen Genres am Spiel?
Zirka 70 Prozent Echtzeitstrategie und 30 Prozent Rollenspiel.
» Muss man mit allen sechs Rassen spielen, um zu bestehen?
Während des Spiels erhält man die Möglichkeit, mit jeder Rasse zu spielen. Da jede Rasse ihre eigenen Vor- und Nachteile im Kampf hat, liegt es an der strategischen Raffinesse des Spielers, mit welchen Rassen er den größten Erfolg im Spiel erzielt.
» Sind Multiplayer-Optionen geplant?
Ja, bis zu acht Spieler können in den Konfigurationen Einer gegen Einen und Vier gegen Vier antreten. Dies kann sowohl über LAN als auch über Internet erfolgen.
» Warum haben sie die "Aquanox 2"-Engine für "Spellforce" verwendet?
Die "Aquanox"-Engine ist hervorragend dazu geeignet, komplexe 3D-Welten darzustellen. Dazu kommt, dass wir von deren Entwickler Massive umfangreichen Support erhalten, der gerade in der letzten Masterphase sehr wichtig ist.
» Wieviel "Siedler" steckt in "Spellforce"?
Nun, man sammelt Ressourcen und baut dann seine Siedlung auf. Dies sind aber die einzigen Ähnlichkeiten.
» Hat "Spellforce" in Ihren Augen auch international Potenzial?
"Spellforce" hat sogar enormes internationales Potenzial. Wie man an Spielen wie "Warcraft" sieht, gibt es eine große Anhängerschaft im Fantasy-RTS-Bereich. Durch den Rollenspiel-Part von "Spellforce" wird es uns auch gelingen, zusätzliche Käuferschichten zu erschließen.