"XIII": Actionabenteurer im Comic-Look

"XIII": Actionabenteurer im Comic-Look
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Durch viele kleine, aber feine Neuerungen sticht Ubisofts kommender Egoshooter aus der Masse der konkurrierenden 3D-Ballereien raus: Die belgische Comicreihe "XIII" dient den Entwicklern nicht nur inhaltlich, sondern vor allem visuell als Inspirationsquelle.

Mit "XIII" hat Ubisoft ein sehr ehrgeiziges Projekt in der Pipeline. Der Multiplattformtitel wird am 30. Oktober für PC, PlayStation 2 und Xbox veröffentlicht - eine Umsetzung für GameCube folgt am 13. November. Die Vorzeichen für einen Verkaufserfolg sind gut, liefert die düstere Comic-Vorlage, die hierzulande vom Carlsen Verlag vertrieben wird, doch den idealen Rahmen für einen Egoshooter der besonderen Art. Auffälligster Unterschied zur aktuellen Shooter-Konkurrenz ist die aufwendige Cell-Shading-Optik, die "XIII" wie einen Cartoon wirken lässt. Zwar hat der Look der Spieleumsetzung wenig mit dem stilvollen Erwachsenen-Comic aus der Feder von William Vance und Jean van Hamme gemein, jedoch sieht man "XIII" seine Wurzeln deutlich an: Statt einer realistischen Umgebung erkundet man im 35 Level umfassenden Solomodus eine detailliert gezeichnete Welt.

Um atmosphärisch dichte Schauplätze und spektakuläre Effekte zu inszenieren, nutzen die Entwickler die leistungsstarke "Unreal Warfare"-Engine, die bereits in Erfolgstiteln wie "Unreal II" oder "Splinter Cell" zum Einsatz kam. Der Comic-Charakter blitzt aber immer wieder bewusst auf, und so werden z. B. sämtliche Texte und emotionale Regungen der Figuren als Sprechblasen eingeblendet. Dieses Erzählmittel verleiht "XIII" einen unverkennbaren Stil und zieht den Spieler mitten in den verworrenen Plot hinein. Als besonderes Schmankerl setzt Ubisoft bei der deutschen Synchronisation auf hochkarätige Schauspieler und Sprecher: Den Text des Hauptdarstellers XIII übernimmt Ben Becker, die weibliche Hauptrolle Major Jones spricht Denesch Zoudé ("Wilde Zeiten"), und der Bösewicht Mongoose hat die Stimme von Rolf Schult, Sprecher von Patrick Stewart, Robert Redford und Anthony Hopkins. Außerdem in der deutschen Version zu hören: Nils Clausnitzer (Roger Moore) und Otto Mellies alias Christopher Lee.

Für die Story bediente man sich bei den ersten fünf "XIII"-Bänden: Zu Beginn wacht der Protagonist schwer verletzt an einem Strandhaus an der US-Ostküste auf und hat sein Gedächtnis verloren. Als er die Augen öffnet, lächelt ihn eine verführerische Blondine an und überreicht ihm den Schlüssel zu einem Schließfach bei der New York City Bank. Zudem stellt der Held fest, dass ihm die Zahl "XIII" auf die Schulter tätowiert wurde. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod, in dem man einer mysteriösen Verschwörung auf die Spur kommt und herausfindet, welche Rolle man im Zusammenhang mit dem Mord an dem amerikanischen Präsidenten spielt. Muss der Spieler in den ersten Spielabschnitten noch improvisieren und herumstehende Objekte wie Stühle oder abgebrochene Flaschenhälse nutzen, um sich seiner Haut zu wehren, findet er später Pistolen, Schrotflinten, Maschinengewehre und ausgefallene Waffen, darunter Armbrust und Harpune. Wer will, pirscht sich leise an seinen Feind heran und räumt ihn geräuschlos aus dem Weg.

Die Programmierer versprechen trotz der recht linear aufgebauten Handlung genügend spielerischen Freiraum und alternative Lösungswege. So wird man erledigte Feinde als menschliche Schutzschilder benutzen und sich neue Techniken, etwa Infiltration, aneignen können. Auch die Suche nach Schlüssel, Schaltern und speziellen Gegenständen erinnert mehr an ein Action-Adventure aus der Ichperspektive als an einen typischen Egoshooter. Im Zusammenspiel mit der dichten Soundkulisse, nebst unterschiedlicher Laufgeräusche und Waffensamples, hebt sich "XIII" angenehm von seinen Genrekollegen ab. Auch der Multiplayermodus verspricht spaßige Internet- und Wohnzimmerduelle. Laut Projektleiter Julien Baret wird jede Plattform optimal genutzt, und es werden exklusive Spielmodi geboten.

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